Sigmund-Neumann-Institut

Band I
Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien

Autor: Gerhard Besier & Katarzyna Stokłosa (Hrsg.)
Berlin/Münster: Lit 2013 (Studien zur kirchlichen Zeitgeschichte 5); 734 S.; 24,80 €;

ISBN 978-3-643-11508-9

Seit etwa 150 Jahren gibt es die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Europa. Ihr Weg in den einzelnen Ländern war auch davon abhängig, wie diese missionierende Gemeinschaft von der Mehrheit der Andersgläubigen, der Staatsmacht und den etablierten Kirchen behandelt wurde. Insofern ist die Geschichte von Jehovas Zeugen in Europa auch eine Geschichte über die gesellschaftliche Verfasstheit dieser Länder – deren Bereitschaft, religiöse Minderheiten zu akzeptieren und zu integrieren.

Nicht nur in Diktaturen, sondern auch in manchen demokratischen Staaten erlebten Jehovas Zeugen Unterdrückung und Verfolgung, in anderen konnten sie sich relativ frei entfalten.

Wie sich die unterschiedlichen Verhältnisse auf die Religionsgemeinschaft in der jeweiligen Gesellschaft auswirkten und welche Herausforderungen – zum Teil bis in die Gegenwart – Jehovas Zeugen zu bestehen hatten und noch haben, ist das Thema dieser auf drei Bände angelegten Studie.

Inhaltsverzeichnis

Band II
Baltikum, Großbritannien, Irland, Rumänien, Skandinavien, UdSSR/GUS

Gerhard Besier / Katarzyna Stokłosa (Hrsg.)
Berlin/Münster: Lit 2015 (Studien zur kirchlichen Zeitgeschichte 6); 792 S.; 24,80 €;

ISBN 978-3-643-13039-6

Der Weg von Jehovas Zeugen in Europa stellt sich von Anfang an als Verfolgungsgeschichte dar. Band 2 der Trilogie führt die europaweite Dokumentation dieser Geschichte fort und ermöglicht erstmals den kontinentalen Vergleich der Situation einer religiösen Minorität in unterschiedlichen politischen Systemen.

Die Studien geben Einblick in die Methoden staatlicher bzw. großkirchlicher Repression, in die Überlebensstrategien der Glaubens-gemeinschaft sowie in ihre multiple Diktaturerfahrung in Osteuropa. Auf einen zunächst entspannten Umgang mit Jehovas Zeugen nach 1990 folgte der Weg zurück in die Ge-schichte religiöser Diskriminierung.

Unter Verletzung des universalen Menschenrechts der Religionsfreiheit droht aktuell die Wiederkehr von Verhältnissen, die aus der Sowjetära wohl bekannt sind. Erstmals im deutschen Sprachraum dokumentiert dieser Band auch die Geschichte von Jehovas Zeugen in Rumänien, Skandinavien und dem Vereinigten Königreich.

Rezensionen

Jan Achim Richter in Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 2. Januar 2014.
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Tim B. Müller in H-Soz-Kult, veröffentlicht am 2. Dezember 2015.
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