Sigmund-Neumann-Institut

Ausstellung

9. - 23. Februar 2010 im Sächsischen Landtag zu Dresden

 

Räume/Flure der Fraktion DIE LINKE, 4. Etage, Landtagsgebäude, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden

Am 13. Februar 2010 gedenkt ganz Deutschland der Zerstörung Dresdens durch alliierte Bombergeschwader an diesem Tag vor 65 Jahren. Das angemessene Gedenken wird in letzter Zeit zu Aufmärschen und Kundgebungen neonationalistischer und rechtsradikaler Kreise genutzt und so politisch instrumentalisiert.
Die Ausstellung „Im Objektiv des Feindes. Die deutschen Bildberichterstatter im besetzten Warschau 1939-1945“, die vom 9. bis 23. Februar 2010 in den Räumen des Sächsischen Landtags zu sehen sein wird, begreifen die Veranstalter als historisches Korrektiv. Diese Ausstellung stellt die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 in einen größeren, den gesamten Verlauf des Zweiten Weltkrieges berücksichtigenden Kontext und erinnert an die Zerstörung vieler europäischer Städte durch die deutsche Wehrmacht.
Denn Dresden war nur eine von vielen europäischen Städten, die im „totalen Kriegseinsatz“ des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche gelegt wurden. Warschau, Rotterdam, Coventry und etliche weitere Städte erlitten das gleiche Schicksal.
Die polnische Hauptstadt Warschau wurde nicht nur durch Luftangriffe während des deutschen „Septemberfeldzuges“ schwer getroffen, sondern fiel als Folge des „Warschauer Aufstandes“ in den letzten Kriegsmonaten der nahezu vollständigen Zerstö-rung anheim.
Die Ausstellung dokumentiert anhand zumeist bisher unveröffentlichter Fotografien deutscher Kriegsberichterstatter die Geschichte der Stadt in den Jahren des Krieges und der Besatzung. Durch die beeindruckenden und oft auch erschütternden Fotografien wird nicht nur das Ausmaß der Zerstörung Warschaus vergegenwärtigt, sie geben darüber hinaus Einblick in den Alltag im besetzten Warschau sowie im Warschauer Ghetto. Die Ausstellung, die in deutsch-polnischer Zusammenarbeit entstand ist, möchte somit exemplarisch an die Zerstörung europäischer Städte – auch Dresdens – im Zweiten Weltkrieg erinnern.
Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben, und würden uns freuen, Sie in der Aus-stellung begrüßen zu können.

 

Vernisage am 9. Februar 2010, 18:00-20:30Uhr

18:00-18:05

Musikalische Einstimmung

18:05-18:15 Eröffnung der Ausstellung durch den Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE, Dr. André Hahn
18:15-18:25 Grußwort von Prof. Dr. Konrad Vanja (Direktor des Museums Europäischer Kul-turen – Staatliche Museen zu Berlin)
18:25-18:45 Einführung durch Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. Gerhard Besier: Zur Zerstörung europäischer Städte im Zweiten Weltkrieg
18:45-19:30 Festvortrag mit Bildern: „Das besetzte Warschau im Objektiv des Feindes (1939-1945). Einige Bemerkungen über das Schicksal einer europäischen Stadt im Zweiten Weltkrieg“
Prof. Dr. Eugeniusz Cezary Król (Polnische Akademie der Wissen-schaften, Warszawa)
19:30-19:35 Musik
19:35-20:00 Geführter Rundgang durch die Ausstellung im Beisein der Ausstellungsmacher
20:00-20:30 Kleiner Imbiss im Foyer/Treppenhaus der 4. Etage des Landtags

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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